Südtirol 2006
Den Bondone hinauf zu fahren war schon ein Genuss. Hier herrscht kaum Verkehr und eng angelegte Kehren zieren den Weg zur Passhöhe, welche auf 1650 m Höhe liegt. Hier lud ein kleines Cafè zur Mittagspause ein. Als uns jedoch beim Betreten dieses Cafès die Besitzerin entgegenkam, ihre Blumen einsammelte und etwas von "Schnee" murmelte, beließen wir es bei einem Latte Macciato und machten uns schnell wieder auf den Weg. Und tatsächlich, nur eine Kurve später rieselte ein klein wenig der Schnee, der aber keinerlei Probleme darstellte und 100 Höhenmeter abwärts wieder verschwunden war. Die Abfahrt vom Bondone beinhaltet kaum Kehren, jedoch jede Menge an weitgezogenen, flüssig zu fahrenden Spaßkurven. Die nächste Rast legten wir am idyllisch gelegenen Lago di Molveno ein, ein tolles Fleckchen Erde. Aber nicht nur der schöne See, sondern auch der Asphalt war den Abstecher wert. Über den schönen Mendelpass - auf dem es allerdings sehr frisch war - ging es hinab zum Kalterer See. Nach einer kurzen Pause ging es über die Autostrada auf direktem Weg heim.
Fazit: Nach anfänglichen Problemen waren es schöne und interessante Kilometer. Auch wenn es den ganzen Tag sehr kühl war, die Fahrt zum und über den Monte Bondone war sehr lohnenswert. Auch die Strecke am Lago di Molveno entlang bis hin zum Mendelpaß ist fahrerisch und landschaftlich ein Genuß !
[Diashow "Trentino"]
4.Tag *große Dolomitenrunde I*: 330 km
St. Ulrich -> Grödner Joch -> Corvara in Badia -> Passo di Campolongo -> Arabba -> Caprile -> Passo di Giau -> Cortina d'Ampezzo -> San Vito di Cadore -> Passo Cibiana -> Forno di Zoldo -> Passo Duran -> Tonadico -> Passo di Rolle -> Predazzo -> Canazei -> Passo Pordoi -> Passo di Campolongo -> Grödner Joch -> St. Ulrich
Beim Frühstück strahlte zwar die Sonne, trotzdem waren die Temperaturen deutlich jenseits des zweistelligen Bereichs.
Heute stand fleißiges Pässe sammeln auf unserer Tagesordnung, eine große Dolomitenrunde war angesagt.
Weil der Passo di Valles wegen Baumfällarbeiten gesperrt war, wurde unterwegs wiedereinmal etwas improvisiert. Dennoch standen am Tagesende 9 Dolomitenpässe zu Buche, die ihresgleichen suchen. Als erstes ging es auf den Grödner Joch auf über 2100 Meter. Bei ganzen 3 Grad Celsius hinterfragte man doch so langsam den Sinn dieses Unterfangens. Aber wir waren ja zum Biken hier und dies taten wir dann auf den folgenden 300 Kilometern gründlich. Der Passo di Campolongo, Passo di Giau, Passo Cibiana, Passo Duran, Passo di Rolle und Passo Pordoi sind mit die bekanntesten und schönsten Kurvenstraßen. Ohne große Probleme spulten wir heute unser Pensum ab und waren pünktlich zum hervorragenden Abendessen im Hotel Digon zurück.
[Diashow "Grosse Dolomitenrunde I"]
5.Tag *große Dolomitenrunde II*: 328 km
St. Ulrich -> Grödner Joch -> Corvara in Badia -> Passo di Valparola -> Passo di Falzarego -> Caprile -> Passo di Fedaia -> Canazei -> Moena -> Passo di San Pellegrino -> Passo di Valles -> Passo di Rolle -> Tonadico -> Passo Duran -> Forno di Zoldo -> Forcella Staulanza -> Caprile -> Passo Pordoi -> Sella Joch -> St. Ulrich
Und täglich grüßt das Murmeltier !
Wiedereinmal wurde die Hoffnung auf besseres Wetter im Keim erstickt. Der angekündigte Fön blieb ebenso aus, wie ein Temperaturanstieg. Genau wie gestern wollten wir rund ums Sella Joch unser Unwesen treiben. Nicht weniger als 11 Pässe wurden heute unter unsere Räder genommen. Einen Vorteil hatte aber auch die kühle Witterung, es herrschte wenig Verkehr rund ums Sellamassiv. So konnten wir das Kurvenschwingen in vollen Zügen genießen. Wir kamen ohne Probleme und besondere Vorkommnisse wieder gesund im Hotel an und schlossen den Tag gemütlich an der Bar ab.
[Diashow "Grosse Dolomitenrunde II"]
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